Gestresstes GeWebe verursacht auch Schmerzen

Das Bindegewebe des Pferdes wird langsam, aber sicher als eine ernstzunehmende, mögliche Ursache für Schmerzen bei Pferden „entdeckt“. Früher konzentrierte man sich sehr auf die Muskelbehandlung des Pferdes. Heute weiß man, dass sehr oft das Bindegewebe der Ursprung der Schmerzen ist. 

Der Teil des Bindegewebssystems, der sich mit den Muskeln verbindet, wird Myofascia (myo = Muskel) genannt. Und wenn dieser Teil entzündet ist, tut es weh. Aber wie entsteht die Entzündung? Laut Anja Thorup Jensen, einer Verhaltensbiologin mit Spezialisierung auf Pferde, entstehen die Probleme, wenn das Gewebe gestresst ist.

„Das Bindegewebe strafft und verdickt sich, was zu einem ständigen Einklemmen von Nerven und Blutgefäßen führt. Das verursacht Schmerzen und behindert die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Abfallprodukte werden nicht mehr gut abtransportiert", erklärt sie. „Viele Pferdebesitzer glauben fälschlicherweise, dass das Bindegewebe nur in Verbindung mit Muskeleinsatz kontrahieren kann und deshalb Schmerz nur dann auftreten, wenn sich das Pferd tatsächlich körperlich bewegt. Es gibt jedoch Studien, die zeigen, dass das Bindegewebe des Pferdes auch beeinträchtigt werden kann, wenn das Pferd mentalem oder emotionalem Stress ausgesetzt ist.“

Von Tina Bjerre Nielsen  //  Foto: Shutterstuck

Bindegewebe, Muskelgewebe, Muskelmembranen, Faszien. Wie auch immer man es nennt, der gemeinsame Nenner ist, dass es sich um eine Art straffes, elastisches Gewebe handelt, das den Körper kurz gesagt zusammenhält. Dieses Gewebe gibt es sowohl bei Pferden als auch bei Menschen, aber lange Zeit war sich die Tiermedizin nicht bewusst, wie wichtig es für das Wohlbefinden des Pferdes ist. Doch das hat sich geändert.

BindegeWebe
Möglicher Ursprung für Schmerzen?

Quellen: Vibeke Sødring Elbrønd & Rikke Mark Schultz: Myofaszien - The Unexplored Tissue  //  Anja Thorup Jensen: Wollen Sie sehen, wie Bindegewebe aussieht?  //  Modernehestehold.dk.

Wenn Ihr Pferd Schmerzen hat, sollten Sie immer Ihren Tierarzt konsultieren, unabhängig davon, ob Sie glauben, dass die Schmerzen von Bindegewebsproblemen oder einer anderen Ursache herrühren. Glücklicherweise gibt es heute viele Möglichkeiten zur Behandlung von Schmerzen im Zusammenhang mit dem Bindegewebe. Sie sollten nicht verzweifeln, wenn der Tierarzt von gestressten oder entzündeten Faszien spricht. Stattdessen sollten Sie froh sein, hoffentlich herausgefunden zu haben, was die Schmerzen Ihres Pferdes wirklich verursacht.

Ihr Tierarzt kann helfen

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Um zu verstehen, was Bindegewebe ist, kann man die Sache ein wenig vereinfachen, indem man sich eine Hühnerbrust oder eine Rinderlende anschaut. Die weißen Membranen oder Fäden, die die meisten Menschen vor dem Garen des Fleisches entfernen, sind Bindegewebe. Das sieht beim Pferd sehr ähnlich aus. Und auch wenn es ein bisschen weit hergeholt ist, kann das Bindegewebe mit der Struktur einer Zitrusfrucht verglichen werden. Die Schale entspricht der Haut, das Fruchtfleisch den Muskeln und das ganze Weiß, das das Fruchtfleisch umgibt, wirkt wie Bindegewebe – es hält die Strukturen zusammen. Wird eine Zitrusfrucht geschält, findet sich unter der Schale eine weiße Schicht, die den fruchtigen Teil umgibt. Trennt man die Segmente einer Orange, findet man eine dünne, weiße Membran um jedes Segment. Und wenn man ein Segment öffnen, lässt sich feststellen, dass es in kleine tropfenförmige Stücke unterteilt ist, jedes ebenfalls umgeben von einer hauchdünnen, weißen Membran. Dies entspricht den Muskeln, die von dünnen elastischen Membranen eingekapselt und verbunden sind, die alles am Platz halten.

Die Anatomie verstehen

Die dänischen Tierärzte Vibeke S. Elbrønd und Rikke Mark Schultz stellten in ihrer Forschungsarbeit „Myofascia - Das unerforschte Gewebe“ fest, dass das Bindegewebe des Pferdes, dem des Menschen sehr ähnlich ist. Entzündungen im Bindegewebe können Ursache für weit mehr Schmerzen sein als bisher angenommen. Vieles von dem, was früher als Muskelschmerzen behandelt wurde, ist höchstwahrscheinlich auf entzündliche Erkrankungen des Bindegewebes zurückzuführen. Die Behandlungsmethoden holen auf und die Tierärzte Vibeke S. Elbrønd und Rikke Mark Schultz stellen in ihrer Studie fest: „Dieses neue Wissen über die Bedeutung des Bindegewebes bringt das Verständnis für die Anatomie des Pferdes auf eine ganz neue Ebene.“

Im gesamten Pferdekörper

Es gibt sowohl tief liegendes als auch oberflächliches Bindegewebe, das sich zwischen den Muskeln des Pferdes verzweigt. In der Studie wurde festgestellt, dass große Teile des Bindegewebes nicht nur die einzelnen Strukturen miteinander verbinden, sondern dass es sich über den gesamten Körper des Pferdes erstreckt und ausdehnt.

Elbrønd und Schultz fanden heraus, dass das Bindegewebe nicht dort endet, wo die Muskeln an den Knochen ansetzen, sondern dass es sich fortsetzt und auf andere Teile des Körpers erstreckt. 

Eben weil das Bindegewebe und seine Nervenbahnen so weit reichen, verursacht eine Entzündung nicht nur an einer Stelle des Pferdekörpers Schmerzen, sondern kann sehr weit reichen. Das heißt, dass wenn das Pferd zum Beispiel auf einem Hinterbein lahmt oder Rückenprobleme hat, der Schmerz selbst von ganz woanders herkommen kann.

In der Studie stellen Elbrønd und Schultz fest, dass aufgrund der Verbindung zwischen Bindegewebsteilen des Pferdes und ihrer dynamischen und statischer Kontraktionsfähigkeit es durchaus denkbar ist, dass sich ein biomechanisches Problem an der einen Stelle des Pferdekörpers leicht auf ein anderes Körperteil ausbreitet. Ein Beispiel: Die Lahmheit auf einem Bein kann durch Narbengewebe in Binde- und Muskelgewebe im diagonal gegenüberliegenden Bein begründet sein.

Um zu verstehen, was Bindegewebe ist, kann man die Sache ein wenig vereinfachen, indem man sich eine Hühnerbrust oder eine Rinderlende anschaut. Die weißen Membranen oder Fäden, die die meisten Menschen vor dem Garen des Fleisches entfernen, sind Bindegewebe. Das sieht beim Pferd sehr ähnlich aus. Und auch wenn es ein bisschen weit hergeholt ist, kann das Bindegewebe mit der Struktur einer Zitrusfrucht verglichen werden. Die Schale entspricht der Haut, das Fruchtfleisch den Muskeln und das ganze Weiß, das das Fruchtfleisch umgibt, wirkt wie Bindegewebe – es hält die Strukturen zusammen. Wird eine Zitrusfrucht geschält, findet sich unter der Schale eine weiße Schicht, die den fruchtigen Teil umgibt. Trennt man die Segmente einer Orange, findet man eine dünne, weiße Membran um jedes Segment. Und wenn man ein Segment öffnen, lässt sich feststellen, dass es in kleine tropfenförmige Stücke unterteilt ist, jedes ebenfalls umgeben von einer hauchdünnen, weißen Membran. Dies entspricht den Muskeln, die von dünnen elastischen Membranen eingekapselt und verbunden sind, die alles am Platz halten.

Die Anatomie verstehen

Die dänischen Tierärzte Vibeke S. Elbrønd und Rikke Mark Schultz stellten in ihrer Forschungsarbeit „Myofascia - Das unerforschte Gewebe“ fest, dass das Bindegewebe des Pferdes, dem des Menschen sehr ähnlich ist. Entzündungen im Bindegewebe können Ursache für weit mehr Schmerzen sein als bisher angenommen. Vieles von dem, was früher als Muskelschmerzen behandelt wurde, ist höchstwahrscheinlich auf entzündliche Erkrankungen des Bindegewebes zurückzuführen. Die Behandlungsmethoden holen auf und die Tierärzte Vibeke S. Elbrønd und Rikke Mark Schultz stellen in ihrer Studie fest: „Dieses neue Wissen über die Bedeutung des Bindegewebes bringt das Verständnis für die Anatomie des Pferdes auf eine ganz neue Ebene.“

Im gesamten Pferdekörper

Es gibt sowohl tief liegendes als auch oberflächliches Bindegewebe, das sich zwischen den Muskeln des Pferdes verzweigt. In der Studie wurde festgestellt, dass große Teile des Bindegewebes nicht nur die einzelnen Strukturen miteinander verbinden, sondern dass es sich über den gesamten Körper des Pferdes erstreckt und ausdehnt.

Elbrønd und Schultz fanden heraus, dass das Bindegewebe nicht dort endet, wo die Muskeln an den Knochen ansetzen, sondern dass es sich fortsetzt und auf andere Teile des Körpers erstreckt. 

Eben weil das Bindegewebe und seine Nervenbahnen so weit reichen, verursacht eine Entzündung nicht nur an einer Stelle des Pferdekörpers Schmerzen, sondern kann sehr weit reichen. Das heißt, dass wenn das Pferd zum Beispiel auf einem Hinterbein lahmt oder Rückenprobleme hat, der Schmerz selbst von ganz woanders herkommen kann.

In der Studie stellen Elbrønd und Schultz fest, dass aufgrund der Verbindung zwischen Bindegewebsteilen des Pferdes und ihrer dynamischen und statischer Kontraktionsfähigkeit es durchaus denkbar ist, dass sich ein biomechanisches Problem an der einen Stelle des Pferdekörpers leicht auf ein anderes Körperteil ausbreitet. Ein Beispiel: Die Lahmheit auf einem Bein kann durch Narbengewebe in Binde- und Muskelgewebe im diagonal gegenüberliegenden Bein begründet sein.

Quellen: Vibeke Sødring Elbrønd & Rikke Mark Schultz: Myofaszien - The Unexplored Tissue  //  Anja Thorup Jensen: Wollen Sie sehen, wie Bindegewebe aussieht?  //  Modernehestehold.dk.

Wenn Ihr Pferd Schmerzen hat, sollten Sie immer Ihren Tierarzt konsultieren, unabhängig davon, ob Sie glauben, dass die Schmerzen von Bindegewebsproblemen oder einer anderen Ursache herrühren. Glücklicherweise gibt es heute viele Möglichkeiten zur Behandlung von Schmerzen im Zusammenhang mit dem Bindegewebe. Sie sollten nicht verzweifeln, wenn der Tierarzt von gestressten oder entzündeten Faszien spricht. Stattdessen sollten Sie froh sein, hoffentlich herausgefunden zu haben, was die Schmerzen Ihres Pferdes wirklich verursacht.

Ihr Tierarzt kann helfen

Gestresstes GeWebe verursacht auch Schmerzen

Das Bindegewebe des Pferdes wird langsam, aber sicher als eine ernstzunehmende, mögliche Ursache für Schmerzen bei Pferden „entdeckt“. Früher konzentrierte man sich sehr auf die Muskelbehandlung des Pferdes. Heute weiß man, dass sehr oft das Bindegewebe der Ursprung der Schmerzen ist. 

Der Teil des Bindegewebssystems, der sich mit den Muskeln verbindet, wird Myofascia (myo = Muskel) genannt. Und wenn dieser Teil entzündet ist, tut es weh. Aber wie entsteht die Entzündung? Laut Anja Thorup Jensen, einer Verhaltensbiologin mit Spezialisierung auf Pferde, entstehen die Probleme, wenn das Gewebe gestresst ist.

„Das Bindegewebe strafft und verdickt sich, was zu einem ständigen Einklemmen von Nerven und Blutgefäßen führt. Das verursacht Schmerzen und behindert die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Abfallprodukte werden nicht mehr gut abtransportiert", erklärt sie. „Viele Pferdebesitzer glauben fälschlicherweise, dass das Bindegewebe nur in Verbindung mit Muskeleinsatz kontrahieren kann und deshalb Schmerz nur dann auftreten, wenn sich das Pferd tatsächlich körperlich bewegt. Es gibt jedoch Studien, die zeigen, dass das Bindegewebe des Pferdes auch beeinträchtigt werden kann, wenn das Pferd mentalem oder emotionalem Stress ausgesetzt ist.“

- Dyrlæge Vibeke S. Elbrønd og Rikke Mark Schultz.

"Denne nye viden om vigtigheden af hestens bindevæv, bringer forståelsen af hestens anatomi op på et helt nyt niveau"

Von Tina Bjerre Nielsen  //  Foto: Shutterstuck

Bindegewebe, Muskelgewebe, Muskelmembranen, Faszien. Wie auch immer man es nennt, der gemeinsame Nenner ist, dass es sich um eine Art straffes, elastisches Gewebe handelt, das den Körper kurz gesagt zusammenhält. Dieses Gewebe gibt es sowohl bei Pferden als auch bei Menschen, aber lange Zeit war sich die Tiermedizin nicht bewusst, wie wichtig es für das Wohlbefinden des Pferdes ist. Doch das hat sich geändert.

BindegeWebe
Möglicher Ursprung für Schmerzen?

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