Weiche Stangen wie diese vermeiden Verletzungen, wenn das Pferd auf sie tritt. 

Schaffe Vertrauen und lade dann Dein Fohlen ein, mit Dir zu
 trainieren und Spaß zu haben.

Dazu nehme ich ein weiches Seil, lege es auf den Nasenrücken des Fohlens und fordere es auf, sein Gewicht nach hinten zu verlagern.

Sobald das Fohlen sein Gewicht zurückverlagert, lobe es mit Worten oder einem Leckerli. Wichtig ist hier ein gutes Timing.

Ich fordere das Fohlen auf, dies immer wieder zu tun, und bitte schrittweise darum zurückzutreten. Für manche Pferde ist Zurückweichen eine Grenzüberschreitung. Denn eigentlich ist es eine Unterwerfungsübung. Ein unsicheres Pferd oder Fohlen werde ich nie zu sehr zurückweichen lassen, denn ich möchte ein selbstbewusstes Pferd. 

Als Nächstes arbeite ich mit dem Geh- oder Vorwärts-Signal. Ich lege dem Fohlen ein weiches Halfter an und stelle mich daneben. Dann bitte ich einen Helfer, sich mit der Stute ein wenig vor uns zu stellen. Der Helfer sollte auf mein Vorwärtssignal mit der Stute losgehen. Sobald sich das Fohlen vorwärtsbewegt, wird es gelobt und zum Stoppen aufgefordert. Beim Halten gibt es ein weiteres Lob für das brave Fohlen. 

Denken Sie daran, die Übung ein paar Mal zu wiederholen. Sie können den Schwierigkeitsgrad auch erhöhen, indem Sie die Übung noch einmal ohne Helfer durchführen. Die Zeit, die Sie jetzt investieren, ist Zeit, die Sie in der späteren Ausbildung und beim Übergang zum gerittenen Pferd gewinnen.

Mikado mit weichen Stangen 

Das Pferd soll lernen: 

1. sich aller vier Beine bewusst zu
werden, nicht nur seiner Vorderbeine

2. selbständig und selbstbewusst durch etwas Unbekanntes zu gehen

3. seine Beine über die Stangen zu heben und seinen ganzen Körper zu benutzen, um eine Aufgabe zu bewältigen

4. Gehirn und Körper zu verbinden

5. Sich auf mein Signal hin vorwärtszubewegen

Sobald Ihr Fohlen weiß, wie das Signal zum Vorwärtsgehen funktioniert, kann man mit ihm spielen, indem man es durch verschiedene Übungen und Aufgaben schickt. 

Ich liebe die Mikado-Übung, weil ich nicht entscheiden muss, wo das Pferd seine Füße hinsetzt oder welchen Weg es durch die Übung geht. Das Fohlen soll selbständig einen Weg finden, der nicht vorgeben ist. Das gibt dem Fohlen etwas zum Nachdenken und es bekommt ein Gefühl dafür, wo es seine langen Beine platzieren sollte. 

Ich bevorzuge weiche Stangen für junge Pferde, die noch weiche Hufe und Knochen haben. Es passiert nichts, wenn das Fohlen auf die Stangen tritt und die Fohlen können sich nicht verletzen. 

Wenn das junge Pferd die Aufgabe zu schnell erledigt, können Sie es auffordern, langsamer zu werden und vorsichtig zu gehen. Machen Sie Ihre Hände weich und führen Sie es sanft durch die Übung. Lassen Sie es den Kopf senken und das Hindernis erkunden und geben Sie ihm Zeit zum Nachdenken. 

Folgen Sie Ihrem Herzen 

Es ist eine Kunst, über einzelne Übungen zu schreiben, denn es gibt so viel zur Auswahl. Es ist einfach nicht möglich, alle Übungen zu beschreiben, die ich selbst gerne trainiere. Deshalb möchte ich Sie nur daran erinnern, dass alle Pferde unterschiedliche Bedürfnisse und Herausforderungen haben. Daher ist es wichtig, auf sich selbst und das Pferd zu hören. Wenn es Übungen gibt, die ihr gerne zusammen macht, dann sind das die richtigen Übungen für euch, egal was andere denken.“



Es hat viele Vorteile, wenn Sie Ihrem Pferd beibringen, vertrauensvoll auf verschiedene Untergründe zu treten. Das kann eine gute Grundlage für die Zukunft sein. Etwa beim Verladen, wenn Sie durch Schlammlöcher oder Pfützen reiten möchten, wenn der Reitplatzboden wechselt oder Sie Ihr Pferd über verschiedene Straßenpflaster reiten. In all diesen Situationen ist es wichtig, dass Ihr Pferd Ihnen vertraut.

Gehorsam oder Neugierde? 

Bevor Sie mit dem Training Ihres Fohlens beginnen, eine Frage: Hätten Sie lieber eine Einladung zu einer Party, oder dass man Ihnen befiehlt zu kommen?

Der Grund für meine Frage ist, dass meiner Meinung nach zu viel Pferdetraining darauf basiert, dem Pferd zu sagen, was es tun soll, und zu erwarten, dass es sofort richtig folgt. 

Diesen eher traditionellen Trainingsansatz gibt es schon seit langem, aber ich möchte ihn in Frage stellen, damit Sie mit Ihrem Fohlen oder Jungpferd mit der richtigen Einstellung beginnen. 

Das bedeutet nicht, dass ich meine Pferde nicht dazu bringe, auf dem Reitplatz oder auf Turnieren alles Mögliche zu tun, was eigentlich unnatürlich für sie ist. Aber der größte Teil meines Trainings mit meinen Pferden ist eine Einladung zu verschiedenen Übungen. Einige Beispiele: „Kannst Du Deine Schulter nach innen drehen?“, „Kannst Du mehr Gewicht mit der Hinterhand aufnehmen?“, „Kannst Du auf die Rampe des Anhängers treten?“. Ihnen fallen sicher noch mehr Dinge ein, die Sie mit Ihrem jungen Pferd machen möchten. Eine Einladung zu Training oder Spiel kann uns viele schöne gemeinsame Stunden bescheren. 

Es mag unklar klingen oder zumindest das Gegenteil von dominant. Ich bin allerdings eine Führungspersönlichkeit - ein klarer Mensch, der seine Pferde einlädt, mit mir zu trainieren und zu spielen. Ich bin nicht in Gefahr. Im Gegenteil, ich denke, die Gefahr entsteht, wenn wir das Pferd zu etwas zwingen und unter Druck setzen, wozu es nicht bereit ist. Aber es setzt voraus, dass Sie sich darüber im Klaren sind, was Sie von Ihrem Pferd wollen und dass Sie Vertrauen in sich selbst haben. Auf diese Weise wird Ihr Pferd viel motivierter sein, Ihnen zu folgen. Mit dieser Einstellung sollten Sie mit Ihrem Fohlen spielen und Ihr junges Pferd auf das Reiten vorbereiten. Die Beziehung, die Sie zwischen Ihnen und Ihrem Fohlen aufbauen, ist sehr wichtig für Ihre zukünftige Zusammenarbeit. 

Grundlegende Signale: Gehen und Stoppen - Gehen und Zurücktreten 

Das Pferd soll lernen: 

1. sich führen zu lassen

2. auf die kleinen Signale des Menschen zu hören

3. dass der Druck nachgelassen wird, wenn das Pferd nachgibt

Ein Fohlen kann alle grundlegenden Signale lernen, die es auf seine Karriere als Reitpferd vorbereiten, wenn Sie Ihr Management gut durchdenken. 

Bevor Sie mit Halfter und Führstrick an Ihrem Fohlen arbeiten, sollten Sie zunächst an Ihrem Gefühl arbeiten. Auch wenn Sie es vielleicht nicht bemerken, senden Sie mit Kraft Ihrer Hände Signale durch das Führseil. Sie können sich ein bereits ausgebildetes Pferd ausleihen und beobachten, was zwischen Ihnen passiert, wenn Sie den Führstrick stark anziehen und festhalten oder wenn Ihre Hände weich, entspannt sind und Kraft dosiert eingesetzt wird. Sie sollten sich in jedem Fall mit weicher Hand um Ihr Fohlen kümmern. Ich möchte meinem Fohlen auf sanfte Weise beibringen, mit einem Druck auf die Nase zurückzutreten.

Ich plane mit meiner Stute Karo zu züchten. Das Fohlen möchte ich behalten. Es gibt vieles, was ich ihm beibringen möchte, bevor es hoffentlich ein tolles Reitpferd wird“, so Line Hummel. „Ich möchte mit dem Target-Training beginnen und Nasenarbeit mit ihm machen. Diesen beiden Dinge trainiere ich hauptsächlich um die Ruhe und die Konzentration zu fördern. Mit vielen Bewegungsmöglichkeiten und Freiheit auf der Koppel unterstütze ich, dass sich Muskeln und Knochen des Fohlens optimal entwickeln, damit es gesund und stark wird. Das alles erfordert eine Menge Zeit. Deshalb habe ich vier Übungen ausgewählt, von denen Fohlen und junge Pferde profitieren. 

Ich hoffe, dass Sie diese Übungen schon anwenden können, bevor Sie Ihr Pferd reiten.“

Verschiedene Untergründe 

Das Pferd muss lernen: 

1. sich auf etwas Unbekanntem vorwärtszubewegen 

2. dem Menschen zu vertrauen

3. sich selbst zu vertrauen

Dies ist eine Übung, bei der das Fohlen auf verschiedenen Untergründen laufen soll. Wenn der Untergrund weicher wird oder seine Beschaffenheit ändert, ist das für das Fohlen ein Signal, vorsichtig zu sein. Würden unsere Pferde noch frei in der Wildnis leben, überleben diejenigen, die vorsichtig sind. Von Natur aus meiden sie sumpfige Gebiete oder Bereiche, die ihnen Schaden zufügen könnten. In der freien Wildbahn bedeuten Beinverletzungen oft den Tod. 

Wir müssen also bedenken, dass solche Übungen unnatürlich sind. Ich würde niemals mit dieser Übung beginnen, ohne dass zuvor eine gute Beziehung zwischen Fohlen und Mensch besteht. Was ich verlange, ist, dass das Pferd mir mehr vertraut als tausend Jahre Instinkten. Seien Sie daher immer vorsichtig und setzen Sie das junge Pferd oder Fohlen nicht zu lange unter Druck. Dies kann zu unnötigen Konflikten führen. 


Von Line Hummel // Foto: Shutterstock & VIELBAUCH - Thorsten Schneider 

Es ist unglaublich aufregend, ein Fohlen oder ein junges Pferd zu bekommen, zu dem man zuerst einmal eine Beziehung aufbauen muss, bevor man mit dem Training beginnen kann. Ich liebe es, sowohl Pferden als auch Reitern neue Trainingsmethoden zu vermitteln. In diesem Artikel gebe ich Ihnen einige grundlegende Übungen an die Hand, mit denen Sie und Ihr Fohlen oder Jungpferd einen guten Start für die weitere Entwicklung haben. 

Über die Autorin

Mit ihrem Unternehmen Hestekræfter bietet Line Hummel Webinare und Schulungen für Reiter an, die sich mit ihrem Pferd weiterentwickeln und lernen wollen. Oft haben vier- und zweibeinige Partner ein Problem, das es zu lösen gilt, oder das Ziel ist die bessere Kommunikation. Line Hummel hat kein spezielles Muster, wie man richtig trainiert oder sich verhält. Das ist ganz individuell von Pferd und Mensch abhängig. Ziel ist, ein Entwicklungsprogramm auf der Grundlage der spezifischen Bedürfnisse und Eigenschaften zu erstellen. In diesem Artikel gibt sie Ratschläge für einen guten Start mit Fohlen oder Jungpferd. 

Ein guter Start ins Leben 
Tipps zur
Fohlenerziehung 

Weiche Stangen wie diese vermeiden Verletzungen, wenn das Pferd auf sie tritt. 

Dazu nehme ich ein weiches Seil, lege es auf den Nasenrücken des Fohlens und fordere es auf, sein Gewicht nach hinten zu verlagern.

Sobald das Fohlen sein Gewicht zurückverlagert, lobe es mit Worten oder einem Leckerli. Wichtig ist hier ein gutes Timing.

Ich fordere das Fohlen auf, dies immer wieder zu tun, und bitte schrittweise darum zurückzutreten. Für manche Pferde ist Zurückweichen eine Grenzüberschreitung. Denn eigentlich ist es eine Unterwerfungsübung. Ein unsicheres Pferd oder Fohlen werde ich nie zu sehr zurückweichen lassen, denn ich möchte ein selbstbewusstes Pferd. 

Als Nächstes arbeite ich mit dem Geh- oder Vorwärts-Signal. Ich lege dem Fohlen ein weiches Halfter an und stelle mich daneben. Dann bitte ich einen Helfer, sich mit der Stute ein wenig vor uns zu stellen. Der Helfer sollte auf mein Vorwärtssignal mit der Stute losgehen. Sobald sich das Fohlen vorwärtsbewegt, wird es gelobt und zum Stoppen aufgefordert. Beim Halten gibt es ein weiteres Lob für das brave Fohlen. 

Denken Sie daran, die Übung ein paar Mal zu wiederholen. Sie können den Schwierigkeitsgrad auch erhöhen, indem Sie die Übung noch einmal ohne Helfer durchführen. Die Zeit, die Sie jetzt investieren, ist Zeit, die Sie in der späteren Ausbildung und beim Übergang zum gerittenen Pferd gewinnen.

Mikado mit weichen Stangen 

Das Pferd soll lernen: 

1. sich aller vier Beine bewusst zu
werden, nicht nur seiner Vorderbeine

2. selbständig und selbstbewusst durch etwas Unbekanntes zu gehen

3. seine Beine über die Stangen zu heben und seinen ganzen Körper zu benutzen, um eine Aufgabe zu bewältigen

4. Gehirn und Körper zu verbinden

5. Sich auf mein Signal hin vorwärtszubewegen

Sobald Ihr Fohlen weiß, wie das Signal zum Vorwärtsgehen funktioniert, kann man mit ihm spielen, indem man es durch verschiedene Übungen und Aufgaben schickt. 

Ich liebe die Mikado-Übung, weil ich nicht entscheiden muss, wo das Pferd seine Füße hinsetzt oder welchen Weg es durch die Übung geht. Das Fohlen soll selbständig einen Weg finden, der nicht vorgeben ist. Das gibt dem Fohlen etwas zum Nachdenken und es bekommt ein Gefühl dafür, wo es seine langen Beine platzieren sollte. 

Ich bevorzuge weiche Stangen für junge Pferde, die noch weiche Hufe und Knochen haben. Es passiert nichts, wenn das Fohlen auf die Stangen tritt und die Fohlen können sich nicht verletzen. 

Wenn das junge Pferd die Aufgabe zu schnell erledigt, können Sie es auffordern, langsamer zu werden und vorsichtig zu gehen. Machen Sie Ihre Hände weich und führen Sie es sanft durch die Übung. Lassen Sie es den Kopf senken und das Hindernis erkunden und geben Sie ihm Zeit zum Nachdenken. 

Folgen Sie Ihrem Herzen 

Es ist eine Kunst, über einzelne Übungen zu schreiben, denn es gibt so viel zur Auswahl. Es ist einfach nicht möglich, alle Übungen zu beschreiben, die ich selbst gerne trainiere. Deshalb möchte ich Sie nur daran erinnern, dass alle Pferde unterschiedliche Bedürfnisse und Herausforderungen haben. Daher ist es wichtig, auf sich selbst und das Pferd zu hören. Wenn es Übungen gibt, die ihr gerne zusammen macht, dann sind das die richtigen Übungen für euch, egal was andere denken.“



Schaffe Vertrauen und lade dann Dein Fohlen ein, mit Dir zu trainieren und Spaß zu haben.

Es hat viele Vorteile, wenn Sie Ihrem Pferd beibringen, vertrauensvoll auf verschiedene Untergründe zu treten. Das kann eine gute Grundlage für die Zukunft sein. Etwa beim Verladen, wenn Sie durch Schlammlöcher oder Pfützen reiten möchten, wenn der Reitplatzboden wechselt oder Sie Ihr Pferd über verschiedene Straßenpflaster reiten. In all diesen Situationen ist es wichtig, dass Ihr Pferd Ihnen vertraut.

Gehorsam oder Neugierde? 

Bevor Sie mit dem Training Ihres Fohlens beginnen, eine Frage: Hätten Sie lieber eine Einladung zu einer Party, oder dass man Ihnen befiehlt zu kommen?

Der Grund für meine Frage ist, dass meiner Meinung nach zu viel Pferdetraining darauf basiert, dem Pferd zu sagen, was es tun soll, und zu erwarten, dass es sofort richtig folgt. 

Diesen eher traditionellen Trainingsansatz gibt es schon seit langem, aber ich möchte ihn in Frage stellen, damit Sie mit Ihrem Fohlen oder Jungpferd mit der richtigen Einstellung beginnen. 

Das bedeutet nicht, dass ich meine Pferde nicht dazu bringe, auf dem Reitplatz oder auf Turnieren alles Mögliche zu tun, was eigentlich unnatürlich für sie ist. Aber der größte Teil meines Trainings mit meinen Pferden ist eine Einladung zu verschiedenen Übungen. Einige Beispiele: „Kannst Du Deine Schulter nach innen drehen?“, „Kannst Du mehr Gewicht mit der Hinterhand aufnehmen?“, „Kannst Du auf die Rampe des Anhängers treten?“. Ihnen fallen sicher noch mehr Dinge ein, die Sie mit Ihrem jungen Pferd machen möchten. Eine Einladung zu Training oder Spiel kann uns viele schöne gemeinsame Stunden bescheren. 

Es mag unklar klingen oder zumindest das Gegenteil von dominant. Ich bin allerdings eine Führungspersönlichkeit - ein klarer Mensch, der seine Pferde einlädt, mit mir zu trainieren und zu spielen. Ich bin nicht in Gefahr. Im Gegenteil, ich denke, die Gefahr entsteht, wenn wir das Pferd zu etwas zwingen und unter Druck setzen, wozu es nicht bereit ist. Aber es setzt voraus, dass Sie sich darüber im Klaren sind, was Sie von Ihrem Pferd wollen und dass Sie Vertrauen in sich selbst haben. Auf diese Weise wird Ihr Pferd viel motivierter sein, Ihnen zu folgen. Mit dieser Einstellung sollten Sie mit Ihrem Fohlen spielen und Ihr junges Pferd auf das Reiten vorbereiten. Die Beziehung, die Sie zwischen Ihnen und Ihrem Fohlen aufbauen, ist sehr wichtig für Ihre zukünftige Zusammenarbeit. 

Grundlegende Signale: Gehen und Stoppen - Gehen und Zurücktreten 

Das Pferd soll lernen: 

1. sich führen zu lassen

2. auf die kleinen Signale des Menschen zu hören

3. dass der Druck nachgelassen wird, wenn das Pferd nachgibt

Ein Fohlen kann alle grundlegenden Signale lernen, die es auf seine Karriere als Reitpferd vorbereiten, wenn Sie Ihr Management gut durchdenken. 

Bevor Sie mit Halfter und Führstrick an Ihrem Fohlen arbeiten, sollten Sie zunächst an Ihrem Gefühl arbeiten. Auch wenn Sie es vielleicht nicht bemerken, senden Sie mit Kraft Ihrer Hände Signale durch das Führseil. Sie können sich ein bereits ausgebildetes Pferd ausleihen und beobachten, was zwischen Ihnen passiert, wenn Sie den Führstrick stark anziehen und festhalten oder wenn Ihre Hände weich, entspannt sind und Kraft dosiert eingesetzt wird. Sie sollten sich in jedem Fall mit weicher Hand um Ihr Fohlen kümmern. Ich möchte meinem Fohlen auf sanfte Weise beibringen, mit einem Druck auf die Nase zurückzutreten.

Ich plane mit meiner Stute Karo zu züchten. Das Fohlen möchte ich behalten. Es gibt vieles, was ich ihm beibringen möchte, bevor es hoffentlich ein tolles Reitpferd wird“, so Line Hummel. „Ich möchte mit dem Target-Training beginnen und Nasenarbeit mit ihm machen. Diesen beiden Dinge trainiere ich hauptsächlich um die Ruhe und die Konzentration zu fördern. Mit vielen Bewegungsmöglichkeiten und Freiheit auf der Koppel unterstütze ich, dass sich Muskeln und Knochen des Fohlens optimal entwickeln, damit es gesund und stark wird. Das alles erfordert eine Menge Zeit. Deshalb habe ich vier Übungen ausgewählt, von denen Fohlen und junge Pferde profitieren. 

Ich hoffe, dass Sie diese Übungen schon anwenden können, bevor Sie Ihr Pferd reiten.“

Verschiedene Untergründe 

Das Pferd muss lernen: 

1. sich auf etwas Unbekanntem vorwärtszubewegen 

2. dem Menschen zu vertrauen

3. sich selbst zu vertrauen

Dies ist eine Übung, bei der das Fohlen auf verschiedenen Untergründen laufen soll. Wenn der Untergrund weicher wird oder seine Beschaffenheit ändert, ist das für das Fohlen ein Signal, vorsichtig zu sein. Würden unsere Pferde noch frei in der Wildnis leben, überleben diejenigen, die vorsichtig sind. Von Natur aus meiden sie sumpfige Gebiete oder Bereiche, die ihnen Schaden zufügen könnten. In der freien Wildbahn bedeuten Beinverletzungen oft den Tod. 

Wir müssen also bedenken, dass solche Übungen unnatürlich sind. Ich würde niemals mit dieser Übung beginnen, ohne dass zuvor eine gute Beziehung zwischen Fohlen und Mensch besteht. Was ich verlange, ist, dass das Pferd mir mehr vertraut als tausend Jahre Instinkten. Seien Sie daher immer vorsichtig und setzen Sie das junge Pferd oder Fohlen nicht zu lange unter Druck. Dies kann zu unnötigen Konflikten führen. 


Von Line Hummel // Foto: Shutterstock & VIELBAUCH - Thorsten Schneider 

Es ist unglaublich aufregend, ein Fohlen oder ein junges Pferd zu bekommen, zu dem man zuerst einmal eine Beziehung aufbauen muss, bevor man mit dem Training beginnen kann. Ich liebe es, sowohl Pferden als auch Reitern neue Trainingsmethoden zu vermitteln. In diesem Artikel gebe ich Ihnen einige grundlegende Übungen an die Hand, mit denen Sie und Ihr Fohlen oder Jungpferd einen guten Start für die weitere Entwicklung haben. 

Über die Autorin

Mit ihrem Unternehmen Hestekræfter bietet Line Hummel Webinare und Schulungen für Reiter an, die sich mit ihrem Pferd weiterentwickeln und lernen wollen. Oft haben vier- und zweibeinige Partner ein Problem, das es zu lösen gilt, oder das Ziel ist die bessere Kommunikation. Line Hummel hat kein spezielles Muster, wie man richtig trainiert oder sich verhält. Das ist ganz individuell von Pferd und Mensch abhängig. Ziel ist, ein Entwicklungsprogramm auf der Grundlage der spezifischen Bedürfnisse und Eigenschaften zu erstellen. In diesem Artikel gibt sie Ratschläge für einen guten Start mit Fohlen oder Jungpferd. 

Ein guter Start ins Leben 
Tipps zur
Fohlenerziehung 
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